Onken: Umrisse ...
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Werner Onken: Umrisse einer weiblichen und männlichen Ökonomie 32 Seiten, geh. - ISBN 3-87998-444-1 3,90 EURO"Überall arbeiten Frauen mehr als Männer. Dabei leisten sie zwei Drittel ihres Arbeitspensums unbezahlt, während Männer für zwei Drittel ihrer Arbeitsleistung bezahlt werden. Im globalen Durchschnitt verdienen Frauen 30 bis 40 % weniger als Männer. 70% aller Armen in der Welt sindweiblich." So steht es im "Entwicklungsbericht" der Vereinten Nationen. Gemäß "Nürnberger Erklärung" einer Bundestagung von kommunalen Frauenbeauftragten verfügen in Deutschland 75 % aller Frauen nicht über ein existenzsicherndes Einkommen. 20 % haben gar kein eigenes Einkommen. Selbst die Hälfte derjenigen Frauen, die eine Vollzeitbeschäftigung haben, verdient nicht so viel, daß sie damit ihre Existenz sichern kann. Die fast nur von Männern geprägte Ökonomie hat dieses Unrecht seit ihren Anfängen ignoriert. Sowohl die Neoklassik als auch der Marxismus haben die vorwiegend von Frauen ohne Entgelt geleistete Hausarbeit aus ihren Theorien ausgeklammert. In das Bruttosozialprodukt gehen nur solche Tätigkeiten ein, die auf Märkten bezahlt werden; erwerbstätige Frauen sind meistens doppelt belastet und werden schlechter bezahlt als Männer. Kinder sind gar zu einem 'Armutsrisiko' geworden. In der Frauenbewegung werden die Benachteiligung von Frauen in der Wirtschaft und die Theorien der männlichen Ökonomie kritisch aufgearbeitet. Es wird versucht, die traditionelle patriarchalische Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern gedanklich zu überwinden. Doch die Konturen eines Gegenmodells sind noch undeutlich. In dieser Broschüre erinnert Werner Onken an einige wenige Männer, die innerhalb und am Rande der Ökonomie mit dem Entwurf eines Modells begonnen hatten, in dem Frauen und Männer in wirtschaftlicher Hinsicht gleichberechtigt sind. Vor dem Hintergrund der neoklassischen und marxistischen Theorien zeigt er auch Möglichkeiten einer aktualisierenden Weiterentwicklung dieses längere Zeit vergessenen Modells. Schließlich verweist er auf Berührungspunkte mit der neueren feministischen Kritik an der Ökonomie und ermutigt damit zu einem Dialog zwischen der alternativen Ökonomie und Frauenbewegung.
Gewicht: 0.059 kg
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