Beiträge zu einer natürlichen Wirtschaftsordnung Der Wettkampf der Systeme ist noch nicht entschieden. Zwar hat der 'real existierende Sozialismus' versagt und der effektiveren Marktwirtschaft Platz machen müssen. Die Macht des Kapitals, gegen die der Marxismus-Leninismus mit untauglichen und menschenverachtenden Mitteln angetreten war, besteht jedoch weiter. In der kapitalistischen Marktwirtschaft verfälscht ein spekulativer Umgang mit Boden und Geld die Marktfreiheit; er stört die Selbstorganisation der Märkte. Konjunkturelle und strukturelle Krisen sind die Folge. Soziales und Kulturelles werden von der Macht des Kapitals an den Rand gedrängt. Staatlicher Interventionismus kann die vielfältigen Krisensymptome nicht beheben. Die kapitalistische Marktwirtschaft des Westens kann deshalb kein überzeugendes Leitbild für den Transformationsprozeß in den Reformländern Mittel- und Osteuropas sein. Anstelle eines Laissez-faire oder einer 'mixed economy' aus kapitalistischem Markt und staatlicher Globalsteuerung bedarf es einer marktkonformen Ordnungspolitik, die den spekulativen Mißbrauch des Bodens ebenso überwindet wie die Macht des Geldes über die Märkte. Ein treuhänderischer Umgang mit dem Boden als gemeinsamer Lebensgrundlage aller Menschen und eine Domestizierung des Geldes zu einem ihnen dienenden Tauschmittel könnten liberale Wege sein, jene wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Ungleichgewichte zu überwinden, die sich bislang in weltweiten Spannungen, Konflikten und Krisenerscheinungen manifestieren. Die 'Zeitschrift für Sozialökonomie' versteht sich als ein offenes Forum für die Diskussion über solche Ansätze zu einer 'Marktwirtschaft ohne Kapitalismus'.
T h e m e n v o r s c h a u Folge 131 - November 2001: Ein Tagungsbericht und die Beiträge der 7. CGW-/INWO-Tagung:
Evelyne Coen: Geld regiert die Menschen Bärbel Kerber: Geld - reine Gefühlssache Prof. Dr. Josef Rattner: Geld, Macht und menschliche Seele Hermann Niehuis-Schwiertz: Götter, Geld und Grenzerfahrungen - Die griechische Mythologie als Quelle von Einsichten in archetypische Muster des Handels Werner Onken: Das Geld(tabu) und die menschliche Seele Prof. Dr. Johannes Heinrichs: Wege aus der kranken Gesellschaft - Sozialpsychologische Überlegungen im Anschluss an Erich Fromm
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