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KARL MAY: Ein wohlgemeintes Wort Frühe Texte aus den Jahren 1872-1886 Reprint mit einer umfangreichen Einleitung von Peter Richter & Jürgen Wehnert 174 Seiten, Pb., über 30 Abbildungen, Großformat 20 x 26 cm ISBN 3-87998-631-2 DM 29,80 / ÖS 250,00 / SFR 31,80
"Die 'Wende' war auch Karl May, dem mit Abstand auflagestärksten deutschen Schriftsteller, günstig. Der kommunistisch beherrschte Kulturbetrieb der DDR war jahrzehntelang nicht sonderlich an diesem Juwel sächsischer Literatur interessiert. Vielleicht war dort der mehrmals straffällig gewordene Sohn des tiefsten Weber-Elends im Erzgebirge, der sich, zu Geld gekommen, höchst kapitalistisch gebärdete, als Vorzeige-Literat untauglich, vielleicht war er den Sozialisten zu reaktionär und zu christlich, vielleicht auch einfach zu unheimlich ... Dazu gehört aber auch - von unüberbietbarer Delikatesse - der Aufsatz 'Ein wohlgemeintes Wort', ein flammender Apell gegen die Kolportage-Schriftstellerei, einen 'moralischen Krebsschaden der Volkserziehung', verfaßt von eben dem Mann, der just in jenen Jahren Tag und Nacht am 'Waldröschen', und an ähnlich bandwurmähnlichen Kitsch-Ergüssen schrieb. 'Das ist ja der Gipfel der Heuchelei', werden viele sagen. Aber dem verzweifelt um bürgerliche Anerkennung ringenden May ist diese seelische Spaltung durchaus zuzutrauen. Indem er entschieden verurteilte, was er gerade höchst erfolgreich trieb, war er vor seinem Gewissen gerechtfertigt. Nichts paßt so gut ins Bild des zerrissenen Mannes als dieser frappierende Widerspruch." RHEINISCHE POST
Über 80 Jahre nach dem Tode Karl Mays (...) ist die literarische Sensation perfekt: Erst jetzt konnten frühe literarische Texte des Winnetou-Schöpfers nachgewiesen werden, die noch vor dem Jahre 1875 entstanden sind. Freilich, Karl May hatte das selbst schon in seiner Autobiographie behauptet, aber wer wollte ihm das schon glauben? LAUSITZER RUNDSCHAU
Possen, Humoresken, Traktate und Love-Storys - insgesamt 15 lange verschollene Jugendsünden aus Mays Feder - hat der Lütjenburger Gauke Verlag jetzt gebündelt zu einer Kuriositätensammlung kombiniert. Das Potpourri aus frühen Texten des späteren Auflagenmillionärs zeigt May als sächselnden Spaßvogel und spießigen Sittenwächter. DER SPIEGEL
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